Verein

Der Wassersportverein Bederkesa e. V. (WSB) wurde offiziell 1950 gegründet und ist dem Deutschen Kanuverband (DKV), dem Deutschen Segel Verband (DSV) und dem Segler Verband Niedersachsen (SVN) angeschlossen. Der Verein hat zurzeit rund 200 Mitglieder. Er besteht aus den Abteilungen: Segeln, Kanusport und Surfen. Angeschlossen ist die Rudergilde des Niedersächsischen Internatsgymnasiums (NIG).

Das Gelände des WSB liegt in einer naturnahen Geestlandschaft in Ortsnähe zwischen dem Bederkesaer See und dem Elbe-Weser-Schifffahrtsweg. Niederelbe und Unterweser werden durch den , oft auch „Geeste-Elbe-Kanal“ genannt, verbunden. Von Bad Bederkesa bis Otterndorf trägt er auch den Namen „Hadelner Kanal“. Schleusungen sind gebührenpflichtig.

Der Bederkesaer See wurde einmal als die „Perle Nordhannovers“ bezeichnet. Seit 1939 ist der See und sein Umland Landschafts-Schutzgebiet. 1985 wurde das Ostufer des Sees mit den angrenzenden Flächen des Hörner Moores zum Naturschutzgebiet erklärt und ein kleiner Teilbereich der östlichen Seefläche ausgegrenzt, der durch Wassersportler nicht befahren werden darf. Darüber hinaus unterliegen einige Uferbereiche dem Naturschutzgesetz.

Die Seefläche beträgt ca. 1,7 km². Mit der so genannten Seesanierung, bei der eine Schlammenge von 640 m³ ausgebaggert werden konnte, wurde 1988 das Seeloch zwischen dem Schifffahrtsweg und dem See mittels beidseitigen Spundwänden und einer Deichverlängerung geschlossen. Zur wirtschaftlichen Regulierung der Wasserstände im Hadelner Kanal und im See wurde südlich davon eine Schleuse mit zwei Stauklappen gebaut. Mit einem ca. 20 cm höheren Wasseranstau der Seefläche gegenüber dem Kanal dient der See im Sommerhalbjahr als Rückhaltebecken und als Speicher bei Trockenzeiten sowie im Winter bei offener Schleuse als Überschwemmungsgebiet mit einem Stauraum für die jahreszeitlich auftretenden Wassermassen, besonders im Herbst und Frühjahr. Die Regelung bewirkt einerseits niedrigere Wasserstände im Kanal mit ausreichenden Durchfahrtshöhen an den Brücken für die Sportschifffahrt und ermöglicht andererseits eine ausreichende Seewassertiefe für die Segler im Bederkesaer See. Gleichzeitig wirkt der höhere Wasserstand einer drohenden Verkrautung und Verschlammung entgegen, was ja der Erhaltung des Sees dient.

Grundsätzlich gilt es das ökologische Gleichgewicht des Sees stabil zu halten. Nur so kann die Seefläche zur Nutzung für den Tourismus, für den Wassersport und für die Fischerei erhalten bleiben und besondere Reize für die Region bieten. 2005 wurden die Uferbereiche in Ortsnähe und der Jollenhafen des WSB sowie des YCB durch Saugbagger entschlammt und der Schlamm in einen Polder gepumpt. Seitdem können sich Wassersportler wieder am Dobbendeel und im Hafen frei bewegen. Eine weitergehende Verschlammung der allgemeinen Seefläche seit 1988 konnte das NLWKN (Niedersächsischer Landesbetrieb für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz) in den letzten Jahren nicht feststellen.

Der Wassersportverein Bederkesa besitzt auf seinem Grundstück ein Bootshaus mit Kasino, Sanitäranlagen und Lagermöglichkeiten für Kanus und Kajaks, Surfbretter etc. über das ganze Jahr. Die Bootshalle dient als Winterlager für Segeljollen und für Reparaturen.

Die intensive, betreute Jüngsten- und Jugendarbeit im Rennkajaksport und im Segeln wird mit vereinseigenen Booten geleistet. In diesem Rahmen wird auch für Klassenregatten trainiert, um nationale und internationale Wettkämpfe in auswärtigen Wassersportrevieren besuchen zu können.

Auswärtige Wassersportler sind auch außerhalb der Veranstaltungen im Wassersportverein Bederkesa immer herzlich Willkommen und finden, wie natürlich auch unsere Mitglieder, ausreichend Platz zum Übernachten mit Zelten, Wohnwagen und -mobilen auf der mit Bäumen und Büschen begrenzten Natur belassenen Wiese. Es wird dabei um Anmeldung gebeten.