Verein

Der Wassersportverein Bederkesa e. V. (WSB) wurde 1950 gegründet und ist dem Deutschen Kanuverband (DKV), dem Deutschen Segel Verband (DSV) und dem Segler Verband Niedersachsen (SVN) angeschlossen. Der Verein hat ca. 200 Mitglieder. Er besteht aus den Sportsparten: Segeln, Kanusport und Surfen.

Das Vereinsgelände liegt in einer naturnahen Geestlandschaft in Ortsnähe zwischen dem Bederkesaer See und dem Bederkesa-Geeste-Kanal (Teil des Elbe-Weser-Schifffahrtsweges). Niederelbe und Unterweser werden durch den Schifffahrtsweg, oft auch als „Geeste-Elbe-Kanal“ genannt, verbunden. Von Bad Bederkesa bis Otterndorf trägt er auch den Namen „Hadelner Kanal“.

Der Bederkesaer See wurde einmal als die „Perle Nordhannovers“ bezeichnet. Seit 1939 ist der See und sein Umland Landschaftsschutzgebiet. 1985 wurde das Ostufer des Sees mit den angrenzenden Flächen des Hörner Moores zum Naturschutzgebiet erklärt und ein kleiner Teilbereich der östlichen Seefläche abgegrenzt, der für den Wassersport gesperrt ist. Darüber hinaus unterliegen einige Uferbereiche dem Naturschutzgesetz.

Eine Bootsschleuse erlaubt heute die Regulierung des Wasserstandes. Mit einem derzeit 30 cm höheren Wasseranstau der Seefläche im Sommerhalbjahr (März bis Oktober) soll der See als Rückhaltebecken sowie im Winter bei offener Schleuse als Hochwasserspeicherraum für die anfallenden Wassermassen dienen. Die Regelung soll einerseits mit niedrigeren Wasserständen im Kanal eine ausreichende Durchfahrtshöhe an den Brücken für die Sportschifffahrt gewährleisten und ermöglicht andererseits eine ausreichende Seewassertiefe für den Segelsport auf dem See. Gleichzeitig fördert der höhere Wasserstand den ökologischen Zustand des Sees. Schleusen und Pumpwerke werden durch den Hadelner Deich- und Gewässerverband mit Sitz in Otterndorf überwacht und gesteuert.

2005 wurde im Auftrage der Landesdomäne Stade eine Schlammentnahme in den Uferbereichen des Ortes (Dobbendeel) und der Jollenanleger des WSB sowie des YCB durch Saugbagger durchgeführt. 2011 erstellte der NLWKN (Niedersächsischer Landesbetrieb für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz) nach einer Vermessung des Sees eine Tiefenkarte. Eine weitere Schlammentnahme erfolgte 2012 im Rahmen einer erforderlichen Uferbefestigung des erosionsgefährdenden Südostufers, nahe Pumpwerk Falkenburger Bach, im Sinne einer Landgewinnung mit Beteiligung des Deich- und Gewässerverbandes.

Der Wassersportverein Bederkesa besitzt auf seinem Grundstück ein Bootshaus mit Kasino, Sanitäranlagen und Lagermöglichkeiten bzw. Liegeplätze für Kanus, Kajaks und Segeljollen sowie Surfbretter etc. über das ganze Jahr. Die Bootshalle dient als Winterlager für Segeljollen und für Reparaturen.

Auswärtige Wassersportler sind auch außerhalb der Veranstaltungen im WSB immer herzlich Willkommen und finden, wie natürlich auch unsere Mitglieder, ausreichend Platz zum Übernachten mit Zelten, Wohnwagen und -mobilen auf der mit Bäumen und Büschen begrenzten Natur belassenen Wiese. Es wird dabei um Anmeldung gebeten.